Das Ding mit den Belohnungen

 

Was ist eine Belohnung?

Mit einer Belohnung soll positives Verhalten deines Hundes verstärkt werden, sodass er dieses Verhalten in Zukunft öfter zeigt.

Dazu muss eine Belohnung etwas sein, was dein Hund möchte, gern macht oder seine Bedürfnisse befriedigt. Diese können von Situation zu Situation unterschiedlich sein oder von Umweltfaktoren beeinflusst werden.

Um die Belohnungen für deinen Hund interessant zu halten kannst du sie von Mal zu Mal wechseln, sodass allein die Neugier auf die Belohnung deinen Hund zu einem bestimmten Verhalten anspornt.

Im folgenden gibt es eine kleine Auswahl an Belohnungen, welche du sicher auch mehr als einmal im Alltag anwenden kannst.

 

Was können Belohnungen sein?

Typische Belohnungen wie Futter und Spielzeug

Das woran wir Menschen beim Thema Belohnung als erstes denken sind Futter und Spielzeug. Hunde sind Jäger, welche ihre „Beute“ finden, verfolgen und (eigentlich) auch fressen möchten. Dieses Grundbedürfnis wird durch diese beiden Belohnungsarten befriedigt und ist auch bei vielen Hunden anwendbar. Ausnahmen finden sich in bestimmten Rassen oder auch Charaktereigenschaften.

Auch kann man hier mit unterschiedlichem Futter oder verschiedenen Spielzeugen experimentieren und so verschiedene Belohnungsmöglichkeiten finden.

 

Streicheln

Viele Hunde haben ihre bestimmten Lieblingsstreichelstellen. So z. B. Rutenansatz, hinter den Ohren, Hals, Nacken, Kopf oder auch der Bauch. Das ist bei jedem Hund völlig individuell und sollte besser im Vorfeld „erforscht“ werden. Wenn du dann eine Stelle gefunden hast, die deinen Hund mit Glück erfüllt, kannst du diese zur Belohnung einsetzen.

 

Aufmerksamkeit

Oft vergessen wir, dass wir unsere Hunde auch mit Aufmerksamkeit belohnen können. Das ist vor allem dann auffällig, wenn Hunde etwas unerlaubtes machen und dafür „bestraft“ werden. Letztendlich haben sie ihr Ziel der Aufmerksamkeit erreicht und werden dieses Verhalten öfter zeigen.

Das selbe gilt auch, wenn wir unserem Hund nur ein „Fein“ oder „Super“ schenken. Eine Studie hat kürzlich bewiesen, dass verbales Lob sogar noch belohnender ist als Futter.

 

Freilauf

Auch Freilauf nach einer guten Leistung kann eine sehr gute Belohnung sein. Viele Hunde genießen es frei zu laufen und einfach mal Hund sein zu dürfen. Also warum nicht als Belohnung einsetzen?

Natürlich sollte dafür ein guter Rückruf Voraussetzung sein.

Andersherum kann der Entzug des Freilaufes als Strafe für deinen Hund gelten. Oft sieht man Hunde die nicht zu ihrem Menschen kommen möchten, weil darauf dann immer(!) die Leine folgt. Hier ist Abwechslung gefragt! Nutze den Rückruf für ein Spiel, die Gabe von Futter oder als Einladung für eine Schmuserunde. Du wirst sehen, dass dein Hund dann gleich viel lieber zu dir kommt.

 

Distanzvergrößerung

Sehr oft sieht man bei Hundebegegnungen, dass Hunde ihr gegenüber anbellen, anknurren oder sich regelrecht in die Leine hängen. Die Halter versuchen dann so schnell wie möglich aus dieser Situation herauszukommen damit ihr Hund aufhört. Das Ziel der meisten Hunde ist, diesen ungeliebten Artgenossen so schnell wie möglich los zu werden.

Wenn wir nun aufgrund der „Ausraster“ unseres Hundes die Distanz zum Artgenossen vergrößern, belohnen wir ohne es bewusst wahrzunehmen dieses unerwünschte Verhalten, denn der Hund hat sein Ziel erreicht und wird dieses Verhalten beim nächsten Mal wieder zeigen.

Hier ist es natürlich schwer zu fragen, ob das andere Team mal bitte stehen bleiben kann. Da ist es sinnvoll gezielt Hundebegegnungen zu trainieren.

Die Problematik der Distanzvergrößerung findet sich auch in anderen Bereichen des Alltags.

 

Distanzverkleinerung

Natürlich gibt es auch den anderen Fall, dass unser Hund zum Artgenossen hin möchte. Oft hört und sieht man dann, dass der Hund sich in die Leine hängt bis seine Halter genervt sind und ihn von der Leine lassen. Damit hat er gelernt, wenn ich genügend nerve komme ich an mein Ziel. Hier kann man schon im Welpen- und Junghundalter daran trainieren, dass der Kleine erst dann mit den anderen spielen darf, wenn er sich ruhig verhält. Das hat auch den Vorteil, dass das gesamte Spiel viel ruhiger abläuft und weniger Probleme auftreten.

Auch die Distanzverkleinerung kann auf andere Bereiche des Alltags bezogen werden.

 

Dies sind alles Belohnungen, die bei jedem Hund früher oder später ein Thema werden oder auch schon sind. Natürlich kann es bei jedem Hund auch ganz spezielle Belohnungen geben, die ihn zu einem Verhalten motivieren können. Die Aufgabe für uns Halter besteht darin genau diese Belohnungen zu erkennen und gezielt im Alltag anwenden zu können.

 

Dir fallen noch weitere interessante Hunde- und Katzenthemen ein? Dann kannst du sie mir gern zukommen lassen.